Die „Tour Brandenburg“ geht zu Ende

Wenn ich unsere Radreise in Brandenburg entlang der „Tour Brandenburg“ mit wenigen Worten beschreiben sollte, dann würde ich sie wie folgt beschreiben: Getreidefelder und Sonnenblumenfelder bis zum Horizont, Kiefernwälder und Seen ohne Ende. Wer in der Natur ohne viele Menschen und Trubel mit dem Rad unterwegs sein möchte, dem kann ich Brandenburg und im Speziellen die „Tour Brandenburg“ sehr ans Herz legen. In Teilen von Brandenburg wurde sogar wie in den Niederlanden das Radwegenetz mit Knotenpunkten aufgebaut, sodass man sich nur die Nummern merken muss und dann den Schildern mit der richtigen Nummer folgen muss.

Was wir allerdings auf der Tour gelernt haben, ist, dass man die Unterkünfte nicht so weit weg von der eigentlichen „Tour Brandenburg“ wählen sollte, da man nach den super tollen Radwegen entlang der Tour dann doch ein wenig von den Wegen abseits der Tour enttäuscht sein könnte. So ging es uns am Anfang auf unserer Etappe von Drahnsdorf nach Baden Liebenwerda, bis wir in Schönewalde wieder auf der Tour waren. Diese folgte kurz nach Schönewalde dem Schwarze-Elster-Radweg bis nach Bad Liebenwerda. Hierbei ging es die meiste Zeit direkt am Wasser oder auf dem Damm entlang. Einen kleinen Kaffee-Stopp legten wir in Herzberg ein und konnten so den kurzen Regenschauer im Trocken verbringen.

Für den nächsten Tag war wieder Regen angesagt und als wir morgens aus dem Küchenfenster schauten, fing es auch schon an. Wir warteten auf eine Regenpause und machten uns dann auf den Weg nach Großräschen. Wir hatten Glück und blieben bis zum Schluss vom Regen verschont. Wobei wir die letzten Kilometer schon sehr in die Pedalen treten mussten, da eine fette schwarze Wolkenwand auf uns zu kam. Kaum hatten wir unsere Unterkunft erreicht, fing es auch schon an wie aus Kübeln zu schütten. Glück gehabt – würde ich sagen. Bei dem Regen hätten schon wenige 100 Meter gereicht, um bis auf die Unterwäsche nass zu sein.

Im Haus Vier in Großräschen legten wir nun ein paar wohl verdiente Ruhetage ein, da wir die letzten 5 Tage am Stück gefahren sind und ich in dieser Woche gleich 2 neue Rekorde auf meiner Gesamttour aufgestellt habe. Zum einen bin ich mit 87km meine neue längste Tagesetappe gefahren und gleichzeitig bin ich in der Woche die meisten Kilometer (362km) gefahren. Großräschen ist Teil der Lausitz und der Großräschener See war einst ein Braunkohletagebau wie 9 andere Seen in der Region. Alle 10 Seen sind oder werden nun geflutet und sollen mit Kanälen zur größten, künstlich angelegten Seenlandschaft Europas verbunden werden.

Wir waren aber an den Ruhetagen nicht ganz untätig und erkundeten die Stadt Senftenberg mit Zug und zu Fuß.

Am Dienstag ging es dann weiter auf einer kurzen Tour nach Spremberg, auf der auch kurz vor Spremberg mein 2000. Kilometer lag. Da wir bereits nach 40km da waren, machten wir noch einen kleinen Ausflug zur belgischen Schokoladenmanufaktur „Felicitas“ in Hornow.

Am Dienstag gab es wieder jede Menge Wasser, denn unsere Etappe folgte der Spree. Was an dem Tag weniger schön war, waren die letzten Kilometer. Brandenburg hat echt ein super Radwegenetz, aber wir haben uns ausgerechnet eine Übernachtungsmöglichkeit in einem Ort ausgesucht, der leider von unserer Richtung her nicht mit einem Radweg angeschlossen war. So hieß es für die letzten 8km Bundesstraße fahren. Zum Glück war auf diesem Abschnitt nicht ganz so viel los.

Die letzte Etappe führte uns vom Lieberose nach Bad Saarow an den Scharmützelsee, wo wir uns zum Abschluss des Urlaubs nochmal drei Ruhetage gönnten, bevor es dann für mich wieder alleine weiterging.

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